BAUINGENIEURBÜRO                         OHMBERGER                      
82377 Penzberg     Im Thal 2

Schimmelpilzgutachten

Sachverständiger für Schimmelpilz (TÜV Rheinland)

Als Sachverständigen/Gutachter für die Erkennung und Bewertung von Schimmelpilzschäden bin ich der Neutralität und der Unabhängigkeit verpflichtet.

 

Kurzgutachten:

Vorortbestandsaufnahme des Feuchtigkeitsflecks oder Schimmelflecks.

Messung der Bauteiltemperatur, Bauteilfeuchtigkeit, Raumlufttemperatur und Raumluftfeuchtigkeit.

Empfehlung der weiteren Vorgehensweise.

Kosten 249 € + MwSt.

Inklusive An und Abfahrt im Umkreis von 10 km vom Ingenieurbüro Ohmberger

 

Kurzgutachten inklusive Bericht:

Vorortbestandsaufnahme des Feuchtigkeitsflecks oder Schimmelflecks.

Messung der Bauteiltemperatur, Bauteilfeuchtigkeit, Raumlufttemperatur und Raumluftfeuchtigkeit.

Fotodokumentation des Istzustandes und Erstellen eines Beratungsberichtes, sowie

Empfehlung der weiteren Vorgehensweise.

Inklusive An- und Abfahrt im Umkreis von 10 km vom Ingenieurbüro Ohmberger

Kosten 389 € + MwSt.

 

Gutachten für wen ?

Erstellen von Gutachten für Vermieter und Mieter, für Eigentümer, für Wohnungseigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen.

 

Wofür ein Gutachten?

Privatgutachten sind erforderlich um einen Sachverhalt eindeutig klären zu können.

Ein Gutachter hat neben der Messung, Beurteilung, Auswertung 

und Dokumentation folgende Sachverhalte zu klären.

  • Liegt ein Schimmelbefall vor?
  • Was ist ursächlich für den Schaden?
  • Welche Sanierungsmöglichkeiten gibt es?

 

Schimmel

Quelle: (123rf.com Lizenzfreie Bilder)

 Aus Wikipedia:

Als Schimmelpilze fasst man in der Mikrobiologie eine systematisch heterogene Gruppe von filamentösen Pilzen (Funghi) zusammen,  die in der Mehrzahl zu den taxonomischen Gruppen der Ascomyceten (Schlauchpilze) und Zygomyceten (Jochpilze) gehören.

Die große Mehrzahl der Schimmelpilze führt ein eher unauffälliges Dasein als Saprobiont. Dagegen sind einige Schimmelpilzarten, z. B. Tabakblauschimmel, meldepflichtige Pflanzenkrankheiten oder haben aufgrund ihrer Lebensweise in bestimmten ökologischen Nischen für den Menschen besondere Bedeutung als Human-Parasiten (z. B. Aspergillus fumigatus). Erzeuger von Pilzgiften in verdorbenen Lebensmitteln (z. B. Aflatoxine und Patulin), aber auch als Nahrungsmittel-Veredler (z. B. als charakteristische Zutat von Schimmelkäse und Salami), biologische Quelle für Antibiotika (z. B. Penicillin) und cholesterinsenkende Medikamente (z. B. Lovastatin). 

Kennzeichen und Verbreitung:

Schimmelpilze finden sich als farbiger Belag auf verschiedenen Substraten. Besonders augenfällig ist ihr Vorkommen auf verdorbenen Lebensmitteln (z. B. Brot, Früchte), feuchtem Holz oder Wänden. 

Feuchtigkeit der befallenen Substanz bzw. der Raumluft ist für Bildung und Ausbreitung eines Schimmelpilzbefalls oft eine Voraussetzung. Oft beginnen Schimmelpilze auf organischen Substanzen zu wachsen und initiieren.

 

Schimmel in Gebäuden:

Ursachen:

Feuchtigkeit ist die Hauptursache für Schimmelbildung in Gebäuden. Schimmelpilze finden hier ein reiches Nahrungsangebot: Zellulose (Tapeten, Kleister, Holz und Holzwerkstoffe, Gipskartonplatten)

oder auch Kunststoffe (Wandbeschichtungen, Teppichböden, Bodenbeläge usw.). Darüber hinaus können Staub, Kleidung, Bücher etc. befallen werden. Die Feuchtigkeit kann folgende Ursachen haben (vgl. Feuchtigkeit):

  • defekte Wasserleitungen (Heizung, Dachentwässerung etc.);
  • Eindringen von Schmelz- oder Regenwasser wegen schadhafter Dachabdichtung, undichten Mauerwerks etc.;
  • Unglücksfälle: Waschmaschinenablauf, Löschwasser, Hochwasser etc.,
  • Kondenswasser (oder Tauwasser) – tatsächlich das Hauptproblem, das besonders in den jüngeren Zeiten des Energiesparens viel  juristischen) Streit zwischen Mietern und Vermietern ausgelöst hat:

Raumluftfeuchtigkeit schlägt sich auf kühlen Bereichen von Zimmerwänden (oder an Fenstern etc.) nieder. Dort, oder an anderer Stelle, wohin das Wasser eventuell abfließt entsteht bei vorhandenem Nahrungsangebot Schimmel.                                                               

Die Luftfeuchtigkeit rührt nicht nur vom Baden und Kochen her, sondern schon vom Atem der Bewohner. Einzelne Bauschimmelarten treten ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70% auf, ab 80% fast alle übrigen.

Bis in die 1970er Jahre wurde die Schimmelbildung in Wohnungen durch eine permanente natürliche Wohnraumlüftung vermieden.         

Der für die Raumhygiene notwendige Luftwechsel wurde dadurch gewährleistet, da die Fenster aufgrund ihrer Konstruktion die Aufgabe hatten, unbemerkt ein Entfeuchten der Raumluft herbeizuführen.

Zum Zwecke der Energieeinsparung wurden diese Fensterkonstruktionen inzwischen durch so dichte Fenster ersetzt, dass der Austausch zwischen feuchter Raumluft und trockener Außenluft nunmehr gezielt durch Lüften herbeigeführt werden muss. Wetterabhängig (besonders im Sommer) kann jedoch Lüften auch die Feuchtigkeit der Raumluft erhöhen (besonders bei Kellerräumen). Dann ist eher Heizen oder sogar ein technisches Entfeuchtungsverfahren angebracht.

Niederschlag von Raumluftfeuchtigkeit (also Kondenswasser) nimmt mit der relativen Feuchtigkeit der Raumluft zu. Bei gleichem Wassergehalt (absolute Luftfeuchtigkeit, H2O etwa in g/m3) ist diese umso höher, je geringer die Innentemperatur ist.

Daher wird stets geraten, einerseits auch bei Abwesenheit zu heizen und andererseits das Lüften rechtzeitig so zu beenden, daß Raumwände und Mobiliar nicht auskühlen (Stoßlüften statt Fensterkippen).

Die Temperatur der Raumluft differiert i. Allg. zwischen verschiedenen Stellen eines Raums, insbesondere mit der Nähe zu einer Wärmebrücke (unzureichende Wärmedämmung) oder einer Kaltwasserleitung, auch zwischen verschiedenen Bereichen einer Wohnung oder eines Hauses abhängig von Nutzung/Heizung.

Damit schwankt die relative Luftfeuchtigkeit innerhalb eines Raums oder – bei offenen Durchgängen (Türen) – zwischen Bereichen der Wohnung/des Hauses. Relevant für Schimmelwachstum ist die relative Luftfeuchtigkeit an der Oberfläche der bedrohten Nährsubstanz. 

*Quelle 01.12.13 Schimmelpilz –Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Schimmelpilz5/9

Undichte Dampfsperrfolien an Innendämmungen oder in Dachkonstruktionen lassen feuchte Raumluft in die Dämmmaterialschichten eindringen und kondensieren (vgl. Wärmedämmung).

An der Wand stehendes Mobiliar kann eine ähnliche Wirkung wie eine Innendämmung ohne Dampfsperre haben. Es behindert die Erwärmung der Wandinnenseite und sorgt so für eine Verschiebung des Taupunkts zur Raumseite hin. Ohne eine ausreichende Absperrung des Wasserdampfs kommt es vermehrt zu Kondensation.

Die Raumluft nahe einer Wärmebrücke, also einer kühlen Stelle einer Wand, bleibt umso wärmer, je schneller sie durch Strömungen im Raum ausgetauscht wird.

Fehlt diese Belüftung, so sinkt die Temperatur und steigt die relative Luftfeuchtigkeit an der kühlen Wandstelle. Auch daher kondensiert Feuchte mit folgender Schimmelbildung besonders dort, wo geschlossenes Mobiliar zu dicht an Außenwänden steht und eine Hinterlüftung nicht gewährleistet ist.

Neben Unterbinden des Luftaustauschs durch dichtere Fugen (s. o.) bestehen (nachträgliche) Wärmedämmungsmaßnahmen gewöhnlich darin, ältere Fenster durch solche mit besser dämmendem Rahmen und Glas einzusetzen. Dies kann dazu führen, daß Raumluft vermehrt an verbleibenden Wärmebrücken (etwa Fensterlaibung) niederschlägt und dort Schimmel hervorruft.

Allgemein fällt auf, dass Schimmel in Innenräumen gerade erst nach nachträglichen Wärmedämmungsmaßnahmen auftritt.

Vermieter/Bauherren können danach Streit mit Bewohnern zu vermeiden versuchen, indem sie auf das veränderte erforderliche Lüftungsverhalten hinweisen  (z.B. Merkblatt).

Verantwortung bleibt noch bei Vermietern/Bauherren in Bezug auf die Dämmung aller Wärmebrücken (s.o.).

Beispiel aus der Rechtspraxis:

Einbau isolierverglaster Fenster in auch sonst schlecht gedämmten Mietshaus. Vermieter händigt besagtes Merkblatt den Mietern aus.

Feuchtigkeitsschäden nehmen zu, im Erdgeschoss wächst Schimmel. Klage des Vermieters gegen entsprechende Mietminderung wird abgewiesen. In der Begründung: Wenn eine Wohnung derartige Mängel aufweise, daß diese nur noch durch übersteigertes Heizen und Lüften zu bekämpfen seien, sei das Maß des Zumutbaren überschritten.


Präzisere Angaben finden sich schon im Wikipedia-Artikel über Luftfeuchtigkeit. Biologisch ist eigentlich die Wasseraktivität – der aw-Wert– relevant. Im Wesentlichen ist jedoch bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von N Prozent der aw-Wert gerade N/100. 

Die Wasseraktivität, die sich raumseitig an der Oberfläche eines Bauteils einstellt, hängt vom Feuchtegehalt der Raumluft und der Oberflächentemperatur des Bauteils ab. In der kalten Jahreszeit liegt diese Oberflächentemperatur besonders in Raumecken, hinter Schränken usw. typischerweise deutlich unter der Lufttemperatur im Raum. Ein aw-Wert von 0,8 oder mehr ist, wenn er längere Zeit vorliegt, eine typische Voraussetzung für die Entwicklung von bautypischen (wohnungstypischen) Schimmelpilzen. (Die anderen Voraussetzungen, nämlich Pilzsporen und Nährstoffe, sind meist ohnehin vorhanden.) 

Von Bauschimmel zu unterscheiden sind etwa der Hausschwamm und der Fogging-Effekt (Schwarzstaub).

 

Nachweis und Bewertung:

Ein deutlicher Hinweis auf einen Schimmelbefall in Gebäuden ist das Auftreten der typischen dunklen Flecken und/oder ein muffiger (erdiger) Geruch.  Ein analytischer Nachweis kann entweder über Luftanalysen (Untersuchung auf bestimmte Stoffwechselprodukte der Pilze), Materialproben des Befalles oder über Hausstaubuntersuchungen erfolgen.

* Quelle Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Schimmelpilz2/9